Unsere Verbindung

Die Freiburger Burschenschaft Saxo-Silesia wurde am 18. Januar 1885 an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg gegründet. Sie ist eine pflichtschlagende farbentragende Burschenschaft im Dachverband der Deutschen Burschenschaft.

Unsere Gemeinschaft ist geprägt durch den lebenslangen Zusammenhalt der Mitglieder, welcher durch das akademische Fechten, unseren politischen Anspruch, das gemeinsame Studieren und das zusammen Erlebte geprägt wird. Höchste Güter der Burschenschaft Saxo-Silesia sind die Freiheit des Wortes und der Wissenschaft. Ehrlichkeit im Umgang miteinander sowie unabhängiges und freies Denken. Wir gehen eine Freundschaft ein, die über die schnellebige Gesellschaft hinausgeht.

Zusammenhalt: Das Leben in der Verbindung

Abende am eigenen Tresen, gemeinsames Essen und Grillen, gegenseitige Unterstützung im Studium, gemeinschaftlicher Sport, Studentenlieder, interessante Vorträge, politische Bildung, lustige Wanderungen mit Bier und Wein, Ausflüge zu anderen Verbindungsstädten, Besuch Alter Herren. All dies macht unsere Gemeinschaft zu dem was sie ist. In keinem anderen Zusammenschluß von Studenten finden sich diese Elemente in dieser Kombination. Wer sich umfangreich kulturell und gesellschaftlich engagieren möchte, der wird keine Hochschulgruppe finden, die das bietet, was wir bieten können. Wer sich vollumfassend politisch bilden möchte, der wird beim AStA oder StuPa nicht glücklich werden.

Viele Menschen sehnen sich nach Kontinuität, Integrität und Zusammengehörigkeit. Diese gehören zu unseren Werten, die in unserer heutigen Zeit nichts Selbstverständliches mehr sind. Jeder Saxo-Silese bringt seine individuellen Stärken ein und formt dabei die Burschenschaft. Dadurch wachsen wir. Nicht zuletzt fördert unser Sport, das akademische Fechten, den Zusammenhalt.

Unser Sport: Das akademische Fechten

Von unseren Mitgliedern fordern wir, daß sie das akademische Fechten lernen und Mensuren schlagen. Wer sich durch die Mensur zu uns bekennt, zu dem bekennen auch wir uns. Das akademische Fechten ist eine alte studentische Tradition, die von jedem jungen Mann verlangt, über sich hinauszuwachsen: Es fordert Mut und für sich und die Burschenschaft einzustehen. Diese Fähigkeiten dienen uns auch in jedwedem Diskurs und in der gesellschaftlichen Auseinandersetzung.

Die Politik: Verantwortung für Deutschland übernehmen

Unser politisches Engagement drückt sich auf viele Arten aus, sei es hochschul-, tages- oder metapolitisch. Die Burschenschaftliche Bewegung ist seit jeher eine politische. Wir fördern und fordern die politische Willensbildung im Land und in den Parteien. Dennoch muß man keiner Partei angehören, um Burschenschafter zu sein. Einen Burschenschafter macht vielmehr aus, daß er sich zu einem verantwortungsvollen Mitglied unserer Gesellschaft entwickelt. Zentraler Bestandteil dieser Entwicklung ist ein erfolgreiches Studium.

Das Studium: Unser hoher Anspruch

In der Saxo-Silesia vereinigen sich Studenten aller Fakultäten. Dies führt zu einem regen interdisziplinären Austausch und ermöglicht gegenseitige Unterstützung bei verschiedensten Themen. Unser hoher Anspruch hat stets dazu geführt, daß die Saxo-Silesia große Persönlichkeiten hervorgebracht hat: (Link). In einer Zeit, in der die weltweite Vergleichbarkeit der Studiengänge einen höheren Stellenwert genießt als die Qualität der akademischen Bildung selbst, fordern wir Studenten heraus, sich selbstständig und vollumfänglich zu bilden.

Unsere Bundesbrüder aber sind mehr als eine Matrikelnummer, sie stehen diesen Herausforderungen entgegen. Dennoch darf bei uns das Zwischenmenschliche und der Spaß niemals zu kurz kommen:

Gesellschaft, Genuß und Vergnügen

Zu unseren regelmäßigen Veranstaltungen zählen studentische Kneipen, Tanzveranstaltungen, Ausflüge und vieles Weitere. Auf der Kneipe kommen Studenten, Alte Herren und Gäste zusammen, um gemeinsam zu trinken, zu singen und Reden zu schwingen. Außerdem werden Bundesbrüder dort für ihre bestandenen Abschlüsse, geschlagene Mensuren und sonstige Verdienste geehrt.

Uns ist es wichtig, daß wir eine freudige Studentenzeit in Freiburg erleben. Gesellige Runden an der Bar sind, wenn es das Studium erlaubt, für uns eine willkommene Abwechslung zum Studienalltag. Beim Bier werden uns gerne die gleichen Fragen gestellt – deshalb haben wir die wichtigsten für Dich zusammengefasst:

FAQ

  • Ich habe von einem Kommilitonen gehört, daß alle Burschenschaften rechtsextrem sind. Ist das so? Wir lehnen extremistische Haltungen grundsätzlich ab. Sie sind mit der burschenschaftlichen Idee nicht vereinbar.
  • Meine Mutter hat mir gesagt, ich solle mich davor hüten, in eine Studentenverbindung einzutreten, da man dort zum Trinken gezwungen würde. Wann kann ich Mitglied werden? Jederzeit, aber Trinkzwang gibt es keinen.
  • Ich habe gelesen, daß nicht jeder Mitglied in einer Studentenverbindung werden kann. Formal kann jeder männliche Student einer Freiburger Hochschule oder Universität werden. Wichtiger ist aber, daß Du zu uns und unserer Studentenverbindung passt.
  • Ich habe gehört, daß beim Fechten üble Verletzungen passieren. Wie bei jedem Sport ist ein Verletzungsrisiko nicht restlos auszuschließen. Tatsächlich ist das akademische Fechten aber auf eine solche Weise reglementiert, daß ernsthafte Verletzungen ausgeschlossen werden.
  • Ich befürchte, daß ich mich nicht auf mein Studium konzentrieren kann. Wie hilft mir die Burschenschaft Saxo-Silesia dabei? Zu Beginn eines jeden Semesters berichten die Bundesbrüder einander über ihren Studienfortschritt, sodaß wir frühzeitig Bundesbrüder unterstützen können, falls sie ihre Ziele nicht erreichen.
  • Ich habe gehört, daß man nicht mehr austreten kann, wenn man einmal Mitglied geworden ist. Selbstverständlich kann jedes Mitglied bei uns seine Mitgliedschaft kündigen. Wir haben nichts davon, jemanden bei uns zu behalten, der nicht mehr dabei sein will.
  • Wie kann ich Mitglied werden? Melde Dich bei uns und lerne uns kennen. Kontakt kannst Du hier mit uns aufnehmen.

Auswahl bekannter Persönlichkeiten

Rudolph Vogel

*1847 1923

Gründungsmitglied der Saxo-Silesia, Germanist (Lehramt), zunächst Lehrer in Halle, dann Besitzer einer Fabrik zur Zellstoffherstellung, später Studium der Medizin in Freiburg, wo er die Saxo-Silesia mitgründete, Gründer eines Lungensanatoriums, Mitglied des Reichstages 1900-1903

Bild folgt

Oscar Müller

*1877 1960

Beginn des Jura- und Nationalökonomiestudiums im Wintersemester 1895, im selben Semester Eintritt in die Saxo-Silesia. Ab 1907 arbeitete er als Journalist und Auslandskorrespondent für die „Frankfurter Zeitung“. 1917 war er Reserveoffizier an der Westfront. Schließlich erfolgte im Jahr 1921 seine Berufung als Chef der Presseabteilung der Reichsregierung (Kabinett Wirth I). 1933 wurde er aufgrund des Ausnahmegesetzes in den Ruhestand versetzt.

Prof. Dr. Siegfried Gräff

*1887 1966

Studium der Medizin u.a. in Freiburg. Er trat im Wintersemester 1907 der Saxo-Silesia bei. 1912 legte er die Doktorprüfung ab. Anschließend arbeitete er bis 1921 als Assistent des berühmten Pathologieprofessors Ludwig Aschoff am Klinikum Freiburg. Nach dem Kriegsdienst im 1. Weltkrieg habilitierte er 1917. Er galt als renommierter Pathologe und hielt weltweit Vorträge. Er ist Autor von über 200 Publikationen und Träger des Eisernen Kreuzes, des Badischen Verdienstkreuzes und der Hufeland-Medaille der Gesellschaft der Ärzte des Naturheilverfahrens.

Dr. Erich Heinrich Ludwig Lawall

*1899 1973

Er studierte ab 1920 in Freiburg Rechtswissenschaft und trat im Sommersemester 1920 der Saxo-Silesia bei. 1943 heiratete er Anneliese Spaeth und hatte drei Töchter. Im 2. Weltkrieg war er Oberstleutnant und Regiments-kommandeur in einer Gebirgsjäger-division. Er erhielt neben anderen Auszeichnungen das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. Von 1955 bis 1957 war er Direktor des Ministeriums für Justiz im Saarland. 1956 wurde er zum Oberlandgerichtspräsidenten des Saarlands ernannt.

Dr. jur. Johann-Tönjes Cassens

*1932

Er studierte ab dem Sommersemester 1953 Rechts- und Staatswissenschaften in Freiburg, trug aber schon vorher das Fuxenband der Saxo-Silesia. 1961 legte er mit Prädikat die große juristische Staatsprüfung (Assessorexamen) in Hamburg ab. Von 1963 bis 1981 war er für die CDU Mitglied in der Bremer Bürgerschaft, 1971 sogar Spitzenkandidat. Von 1981 bis 1990 war er Minister für Wissenschaft und Kunst in Niedersachsen. 1984 erhielt er das Große Bundesverdienstkreuz.

Dr. med. Klaus Steinbrück

*1939

Beginn des Studiums der Humanmedizin im Sommersemester 1958 in Freiburg. Eintritt in die Saxo-Silesia im Wintersemester 1958/59. 1965 legte er das Staatsexamen ab und es folgte die Promotion in Heidelberg. Nach Stationen in Stuttgart, Heidelberg und Baden-Baden war er 1984 bis 2004 Chefarzt der Sportklinik Stuttgart. Er ist Autor von 1200 Vorträgen und 350 Publikationen und betreute nationale und internationale Sportereignisse. Er verfasste die größte Studie über Sportverletzungen und Sportschäden weltweit. 2005 erhielt er das Bundesverdienstkreuz am Band und gilt als einer der Pioniere der deutschen Sportmedizin.

Rezzo Schlauch

*1947

Student der Rechtswissenschaften in Freiburg und Heidelberg, erstes jur. Staatsexamen 1972, zweites Staatsexamen in 1975 in Berlin. Im Zusammenhang mit dem Richtungsstreit der Deutschen Burschenschaft trat er aus der Saxo-Silesia aus. Von 1984 bis zu seiner Wahl in den Deutschen Bundestag 1994 war er Mitglied des Landtages Baden-Württemberg in der Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen. Er war 1998 bis 2002 Vorsitzender der Grünen-Bundestagsfraktion (Kabinett Schröder I) und 2002 bis 2005 Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit (Kabinett Schröder II). Anschließend trat er nicht mehr zur Bundestagswahl an und wechselte in die Wirtschaft. Er ist Honorarkonsul der Republik Albanien.